Lohner Leute: Rilind "Lindi" Neziri
Veröffentlicht am 28.11.2025
Der 30-jährige Mittelfeldspieler Rilind Neziri besitzt kosovarische Wurzeln und gehört seit Jahren zu den prägenden Gesichtern des TuS Blau-Weiß Lohne. Gemeinsam mit seiner Frau Rita lebt er in Lohne und arbeitet im Vertrieb bei Riesselmann Baustoffe in Dinklage. Auf und neben dem Platz hat sich Lindi längst zu einer verlässlichen Stütze und festen Größe des Vereins entwickelt.
Lohner Wind: Moin Lindi, du hast eine bewegte fußballerische Vergangenheit hinter dir - mal hast du im Kosovo, mal in Deutschland gespielt, ehe dich dein Weg über den BSV Rehden dann im Sommer 2020 zum TuS BW Lohne geführt hat. Mittlerweile bist du der Spieler mit den meisten Regionalligaeinsätzen für BW Lohne - was hat dazu beigetragen, dass du dich hier so wohl fühlst?
Rilind Neziri: Ich glaube, es gibt viele Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass ich mich von Tag eins an in Lohne wohlgefühlt habe. Die Mannschaft, die Menschen rundherum und der Vorstand haben mich sofort sehr gut aufgenommen - das macht einem den Einstieg deutlich leichter. Andererseits bin ich der Meinung, dass man sich, wenn man zu einem neuen Verein wechselt oder generell im Leben etwas Neues beginnt, anpassen möchte und nicht muss. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl, und deshalb wollte ich mich hier auch voll einbringen.
Lohner Wind: Deine Familie lebt noch im Kosovo - wie häufig seht ihr euch und spielst du mit dem Gedanken irgendwann wieder zurückzukehren?
Rilind Neziri: Meine Eltern leben im Kosovo. Ich bin selbst zweimal im Jahr dort für ein paar Wochen in der Sommer- und in der Winterpause. Mein Leben ist jedoch in Deutschland, und ich bin sehr dankbar dafür, welche Möglichkeiten ich hier bekommen habe, mir etwas aufzubauen. Ich habe hier meine Frau kennengelernt, wir sind glücklich und möchten unsere Zukunft weiterhin hier gestalten.
Lohner Wind: Regionalligafußball und Vollzeitjob - das klingt nach wenig Freizeit. Bleibt da nebenher noch Zeit für etwas anderes?
Rilind Neziri: Viele in meinem Umfeld wundern sich immer, wie ich Arbeit und Regionalligafußball unter einen Hut bekomme. Ich sage immer: Das ist eine Frage der Einstellung. Natürlich ist es nicht einfach und erfordert viel Disziplin. Ich habe aber das Glück, dass meine Arbeit keine körperlich belastende Tätigkeit ist, und bisher hat die Kombination aus Beruf und Fußball sehr gut funktioniert. Zeit für anderes bleibt auch noch ein bisschen - aber natürlich nicht viel.
Lohner Wind: Jetzt wirst du im kommenden März 31 Jahre alt - hast du schon Pläne, wenn sich die Karriere irgendwann dem Ende neigt?
Rilind Neziri: Da ich mich noch sehr fit fühle und noch nicht mit dem Fußball aufhören möchte, habe ich mir über die Zeit danach noch keine konkreten Gedanken gemacht. Ich plane aber, bald mit den Trainerlizenzen zu beginnen. Ob ich danach tatsächlich in diesem Bereich arbeite, kann ich heute noch nicht sagen, aber ich möchte auf jeden Fall nicht komplett vom Fußball weg.
Lohner Wind: In der Regionalliga ist die Winterpause in diesem Jahr ziemlich lang - wie wirst du die Weihnachtstage verbringen?
Rilind Neziri: Ja, es stimmt: Die Winterpause ist lang. Aber darauf freut sich auch jeder Fußballer, weil man einmal runterfahren kann, Zeit für Familie und Freunde hat und dann mit voller Energie ins neue Jahr startet. Wir sind in dieser Zeit im Kosovo bei meiner Familie.
Lohner Wind: Was wünscht du dir für die Zukunft im Hinblick auf BW Lohne?
Rilind Neziri: Für die Zukunft bei BW Lohne wünsche ich mir vor allem eine weiterhin gesunde und erfolgreiche Zeit. Ich möchte selbst weiter Erfahrungen sammeln, mich weiterentwickeln und dieses Wissen irgendwann an die nächste Generation bei Blau-Weiß weitergeben.
Mein Wunsch ist, dass wir - egal ob aktuelle oder ehemalige Spieler, die diesen Weg mitgegangen sind - irgendwann ins Stadion kommen und sehen, dass hier weiterhin erfolgreicher Fußball gespielt wird.































