Lohner Leute: Beate Rump

Lohner Leute: Beate Rump

Veröffentlicht am 30.01.2026


Beate Rump wurde in Bremerhaven geboren und wuchs dort auf. Nach dem Abitur begann sie 1978 ein Lehrerstudium in Vechta mit den Fächern Sport und Englisch. Die ehemalige Badminton- und Volleyballspielerin ist seit 1989 mit Andreas verheiratet. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder und zwei Enkel.


Lohner Wind: Beate Rump, wie kamen Sie nach Lohne?

Beate Rump: Nach meiner Lehrerausbildung in Vechta fiel ich damals in die sogenannte Lehrerarbeitslosigkeit und arbeitete zeitweise beim Arbeitsamt, dem Katholischen Bildungswerk und unterrichtete in der Justizvollzugsanstalt. Dann bot mir der Kirchenkreis Vechta eine Halbtagsstelle in der Kinder- und Jugendarbeit angeboten, die in St. Michael Lohne angesiedelt war. Ich merkte schnell, das ist mein Ding. Schon als kleines Mädchen wollte ich gerne Lehrerin werden und nach der Konfirmation habe ich Kindergottesdienste gestaltet.

Lohner Wind: Kinder- und Jugendarbeit - spiegelt sich da ihre eigene Kindheit?

Beate Rump: Unbedingt! Ich bin ein Einzelkind mit starkem Bezug zu meinen Eltern, denen ich unbedingt dankbar bin und gerne zurufe: "Danke, dass ich in euer Nest gefallen bin!" Ohne Druck auszuüben haben sie mir eine Kindheit und Jugend ermöglicht, die trotzdem von Geborgenheit, Respekt und Gehorsam geprägt war. Zudem wurde mir ein tiefer Gemeinschaftssinn vermittelt. Ich denke, ich kann sagen, dass ich bis heute eine Teamarbeiterin bin. - Diese Geborgenheit wollte ich auch meinen Kindern bieten. Nach der Geburt meines Sohnes beschränkte ich mich auf das Familienleben, war Mutter, Ehefrau und Hausfrau.

Lohner Wind: ...und gingen mit den Kindern zum Kinderturnen…

Beate Rump: Ja, es war das damalige Mutter-Kind-Turnen, das der Turnvater Ernst Hettwer in der Turnabteilung des TuS BW Lohne leitete. Als Ernst sich zurückzog, versprach ich ihm, seine Nachfolge zu übernehmen. Mittlerweile sind es 30 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit an jedem Sonntagmorgen. Die Gewichte haben sich verlagert: Waren es einst fast ausschließlich Mütter, die kamen, sind heute die Väter in der Überzahl, eben Mutter-Vater-Kind-Turnen.

Lohner Wind: Auch im Bereich Kinderschwimmen haben Sie sich einen großen Namen gemacht.

Beate Rump: Als unsere Kinder klein waren, haben wir mit lieben Freunden viel Kinderbetreuung organisiert. Einige Zeit später wiesen mich meine Eltern auf die Annonce einer Nachhilfeschule hin. Es ging für mich wieder Richtung Unterricht. Ab 1999 (bis letztes Jahr) war ich an der Gertrudenschule als Vertretungslehrerin bzw. pädagogische Mitarbeiterin eingestellt. Der Schwimmunterricht machte mir viel Spaß. Ich wunderte mich, wie viele Kinder nicht schwimmen konnten, bis ein Mädchen sagte: "Mama hat kein Geld für einen Schwimmkurs." Jedes Kind hat das Recht, Schwimmen zu lernen. Mir fiel ein Angebot der "Aktion Rettungsring" Osnabrück in die Hände, die diese Dinge mitfinanziert. Rudi Eckhoff war eine Hilfe, der die Aktivität unter den Schirm der Turnabteilung stellte. Seit 15 Jahren läuft in den Oster-, Sommer- und Herbstferien die Aktion, auch in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff (wo sich Paul Sandmann einsetzte) und dem Präventionsrat. Wir sind ein tolles Team, das sich gegenseitig unterstützt, Nichtschwimmerkindern aller Nationen und "Klassen" die Grundzüge des Schwimmens zu vermitteln.

Lohner Wind: Kinderrechte stehen noch viel breiter auf Ihrer Fahne.

Beate Rump: Kinder sind für mich ein Geschenk des Himmels. Ich bin immer wieder erstaunt wie schnell man Kinderherzen erfreuen kann, wenn man ihnen liebevoll entgegenkommt. Ich habe das Glück gehabt, bei Kindern beim Schwimmen, Kinderturnen, im Nachhilfeunterricht usw. Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern. Es ist meine Leidenschaft, Kindern Gutes zu tun - erst recht, wenn die Chancengleichheit nicht stimmt. So engagiere ich mich im Eulenprojekt, wo Kinderrechte im Mittelpunkt stehen, wo sie Anlaufstellen haben, sich zumindest Dinge von der Seele zu reden. Zudem bin ich als Hauspate, für den Präventionsrat und seit einiger Zeit den Seniorenbeirat tätig, wo ich mit dafür sorgen konnte, im Stadtpark die Pétanquebahn zu errichten.

Lohner Wind: Hinzu kommt kirchliches Engagement.

Beate Rump: Einige Jahre habe ich die Samstagsandachten der St. Michaelskirche betreut und gestaltet. Zum Christsein braucht man keine Ausbildung. Es ist ein Geschenk Gottes, der mir mein Leben mit allen Höhen und Tiefen geschenkt hat. Der Glaube, das Gebet und das Bibellesen (mein Lieblingsbuch) geben mir täglich Halt und den Mut zu weiteren Aktivitäten.

Lohner Wind: Bleibt noch Zeit für weitere Hobbys und Wünsche?

Beate Rump: Doch! Meine Hobbys sind Reisen, Konzertveranstaltungen, Radfahren, Feiern, ja klar Schwimmen, Briefe handschriftlich schreiben, Lesen, Malen, Singen, Freunde treffen. Highlights sind jedoch die Treffen mit den Kindern und Enkelkindern.

Ich wünsche mir viele engagierte junge Leute, die motiviert sind, verantwortlich Aufgaben zu übernehmen, die anderen gut tun und ihnen selbst mehr Selbstbewusstsein geben. Es ist dafür nicht nötig, schulisch super qualifiziert zu sein. Junge Leute müssen ermutigt werden, ihre ungeahnten Fähigkeiten durch Handeln zu erkennen und zu entwickeln. Im Ehrenamt gibt es auf beiden Seiten keine "Loser", nur "Winner".

Lohner Wind: Somit fühlen Sie sich in Lohne wohl?

Beate Rump: Uns hat von Anfang an die familiäre Atmosphäre in Lohne gefallen. Wir haben so viele liebenswerte Leute kennengelernt, so dass wir mit Sicherheit und mit vielen von ihnen hier unseren Lebensabend verbringen werden.

Vielen Dank für das Interview, Herr Schulte!




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