Ein echtes Original

Entstehungsgeschichte „Lohner Wind“

Titelbild 1976

Am 07. Oktober 1976 war es endlich soweit. Nach einer Idee von Hermann Rießelmann erschien zum ersten Mal der „Lohner Wind“. Dieses sogenannte „Informationsblatt“ kam 1976 nicht bei jedem Lohner gut an. Unternehmer hatten vor kritischen Berichten Angst, die Kirche lehnte eine Berichterstattung ab und die Stadt Lohne hatte Bedenken. 

Es ging sogar soweit, dass Hermann-Josef Rießelmann gedroht wurde, sein Geschäft in der Stadt zu boykottieren und zu verunglimpfen, wenn der „Lohner Wind“ weiter veröffentlicht würde. Hermann-Josef und Hermann Rießelmann ließen sich dadurch nicht abschrecken und führten den „Lohner Wind“ weiter.

Später beruhigte sich die Lage und es kam mit allen Vorgenannten zu einer sehr guten Zusammenarbeit. Auf Anraten des damaligen Schulleiters Helmut Rothkegel konnten die Lehrkräfte Werner Bömeke (Wilma M. Lohne, dicht beis Genasium) als Redaktionsleiter und Karl-Heinz Rohe für die Anzeigenleitung gewonnen werden.

Gestern, wie auch heute, will der „Lohner Wind“ über das Lohner „Innenleben“ berichten, von Omas Geburtstag bis zur Stadtratssitzung, vom Fußballspiel bis zum Flohmarkt, vom Schützenfest bis zur Kirmes, von der Silberhochzeit bis zum Straßenfest, von … von … Eben von Lohnern für Lohner, kurz eben „Gespräche, die man auch über den Gartenzaun führt“. Heiß diskutiert wurden alle 14 Tage „Wilmas Briefe“, die durch Werner Bömeke ohne Rücksicht auf Verluste verfasst wurden. Sein eigenwilliger Gebrauch der deutschen Sprache erregte die Gemüter, noch mehr war der Inhalt Anstoß für manch heitere aber auch manch böse Reaktion. Man kann sagen, dass dies Bömeke immer wieder erheiterte, dass er wunde Punkte getroffen hatte.

1988 übernahm Irmtrud Rießelmann die Redaktion und Anzeigenleitung. Bis 1994 war sie mal als rasende Reporterin, mal als Fotografin oder auch als Anzeigenverkäuferin in Lohne und Umland mit Herzblut tätig.

Neuer Herausgeber

Firma NOVA-PRINT

1994 war Hermann und seiner Ehefrau Irmtrud Rießelmann, die zusätzliche, gewaltige Arbeit für die Erstellung des noch 14-tägig erscheinenden „Lohner Wind“ dann doch zu viel Arbeit und sie fanden für „ihr Kind“ jemanden, der sich kümmern wollte: die Firma NOVA-PRINT (Inhaber Ludger Olberding). Nach etwa einem halben Jahr wurde die Firma NOVA-PRINT von dem Ehepaar Linkert aus Diepholz übernommen. Mit der Familie Linkert fand sich ein kompetentes Fachteam mit langjähriger Erfahrung im Druckgewerbe, die auch die Druckerei in Lohne unter den Namen NOVA-Print weiterführte.

Mit der Übernahme der Druckerei NOVA-PRINT kam auch der Name der Familie Rießelmann wieder mit dem „Lohner Wind“ zusammen. Frau Marie-Theres Rießelmann war fortan für die Anzeigen-Werbung zuständig. Daniela Stephan und Otmar Rießelmann übernahmen die redaktionelle Arbeit mit viel Engagement und brachten den „Lohner Wind“ wieder auf den Kurs des Gründers Hermann Rießelmann. Die Gesamtleitung übernahm der Mediengestalter Michael Kramer. Er zeichnete sich mit seiner ruhigen und besonnenen Art als Hauptansprechpartner für die Layouterstellung aus. Nach kurzer Zeit ergänzte Sabine Böckenstette als weitere Mediengestalterin das Team. Für den Vertrieb war Andrea Barhorst und für weitere redaktionelle Aufgaben des „Lohner Wind“ Andre Wilke als Außendienstmitarbeiter der Firma NOVA-Print, zuständig. Ergänzt wurde das Team durch Werner Steinke als Berichterstatter für Rixheim und zudem als Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Lohne sowie auch der ehemalige Redaktionsleiter Werner Bömeke wieder mit seiner „Wilma“. Zu einem späteren Zeitpunkt amüsierte Günther Müller immer wieder mit seinen lustigen Beiträgen für den „Lohner Wind“ und sorgte für eine angenehme Abwechslung. Inzwischen ist der „Lohner Wind“ über die Grenzen der Stadt Lohne bekannt.

Werbeagentur

cemore GmbH

In eigener Sache verkündete der bisherige Herausgeber des "Lohner Wind" das Ende einer über 25-jährigen Ära. Aufgrund von Altersgründen stellt das aktuelle Team die Herausgabe der monatlichen Informationszeitung ein. 

Der "Lohner Wind" wird ab Februar 2024 unter neuer Leitung weitergeführt. Die Werbeagentur cemore, mit Sitz an der Vogtstraße in Lohne, wird die Verantwortung übernehmen und die damit verbundene Tradition des Lohner Kulturguts fortsetzen. Der "Lohner Wind" ist nicht nur eine Zeitung, sondern eine Plattform für die Stimmen unserer Gemeinschaft in Lohne und Umland. 

Durch die Bekanntschaft des „Lohner Wind“ wird unter der neuen Leitung neben der traditionellen Zeitschrift auch ein digitales Format des Informationsblattes veröffentlicht werden.